Quadrathlon: Bericht Detsche Meistersch​aften in Bremen

HB – „L’amour toujours” … oder: Oldies rocken Bremen

Marcus, mein Freund, sprach: ich soll unbedingt kommen. Und ich kam. Nach Bremen eigentlich immer gerne, obwohl für eine Wochenendfahrt nehme ich vorzüglich nähere Ziele.

Bremen ist anders: die Luft riecht salziger, die Landschaft ist flacher, die Menschen sind gemächlicher, alles ist grüner  (sogar die bekannteste lokale Fußballmannschaft) und der Wind weht immer. Doch dieses Jahr haben wir mehr Glück mit dem Wetter gehabt. Bei sommerlichen Temperaturen und bei wenig Wind wollten wir mit David unsere Kräfte mit den besten Quadrathleten Deutschlands messen. Über 750m Schwimmen, 20km Radfahren, 4km Paddeln und 5,4km Laufen wurde der schnellste Sprinter gesucht.

Samstag das obligatorische Miteinander bei der SKvH verlief noch bei bester Laune. Die ausgebesserte(?) Radstrecke, der Grambeker Sportparksee mit dichtem Flora und Fauna wurden getestet auf Renntauglichkeit. Lisas Gebäck gab uns erneut Kraft, uns wieder mit den wirklich wichtigen Sachen des Lebens zu beschäftigen.

Am Sonntag haben wir so nebenbei ein wenig gesportelt. Wenn wir schon mal beisammen sind… Im See sieht man unten die Kacheln nicht, doch die Rautenstrecke hat jeder früher oder später geschafft. David z.B. in super Zeit, ich mit höflichem Abstand dahinter. Schon ging’s zum Radeln auf die engen grambker Straßen. Auf der kurzen, flachen Radstrecke konnten die Spezialisten ihre Stärke nicht wirklich ausspielen, deswegen kam die Spitzengruppe relativ dicht beieinander zum Paddeln. Besser gesagt, Kampf mit Wasserpflanzen und gegen einander. Manch einer war mit dieser Doppelbelastung mehr überfordert, als diejenige – wie auch David – die im Abfahrtsboot oder im Seekajak ihre Kräfte voll der Vorwärtsbewegung widmen konnten. Stefan musste die Führung an Steffen abgeben, dicht verfolgt von Simon, Winfried und mir. Steffen behielt seine Führung und gewann souverän das Rennen. Die anderen drei mussten den Schnelleren vorbeilassen, so kam ich als schnellster Verlierer ins Ziel. Zum ersten Mal habe ich „Mr. Quadrathlon“ besiegt – das zählt mehr als jede Zwischenzeit. Damit landeten zwei Masters40–er an der Spitze, sogar 3 unter den ersten 5! David kam mit beachtlicher Laufleistung als gesamt 6-er bei seinem allerersten Quad ins Ziel – super Leistung!

Anschließend erste Analysen, viel Lachen, Pokale, Medaillen, Essen, Baden, Packen und schwere Abschied von einen der schönsten Städten Deutschlands, Heimweg mit Überraschungen – schon war der Tag rum. Die Ergebnisse lassen sich schnell erzählen, das Gefühl Quadrathlet zu sein, und nur von den anderen „Verrückten“ verstanden zu werden eigentlich nicht. Einen meiner erfolgreichsten Wettkämpfe verdanke ich unter vielen Anderen Markus und Stefan. Ihr seid die Besten!

László