Quadrathlon: Mitteldistanz-WM am Ratscher Bergsee

Finale dahoam – oder: Der krönende Abschluss

Gewonnen haben die Fiebig Antje aus Berlin/Potsdam/Leipzig und der Teichert Stefan aus Heidelberg.

Damit ist das Wichtigste auch gesagt, aber ich erzähle dennoch weiter?

Um bei den Siegern zu bleiben, kann man erwähnen, dass die Antje ein suveränes Start-Ziel-Sieg verbuchen konnte, bei allen vier Disziplinen war sie die schnellste Frau der Welt. Das soll jemand erst nachmachen!
Dafür lieferte sich Stefan auf seinem Heimatrennen – geborene Suhler – ein packendes Duell mit Leos. Heiß war es an dem Tag zwar nicht, aber der Tscheche wollte das kühle Wasser beim Paddeln noch mal genießen. Dennoch wurde es für Stefan am Ende recht knapp, gut eine halbe Minute Vorsprung blieb auf den Zweiten im Ziel. Mit etwas Glück, und mit super Leistung hat Stefan das Gold zu Hause gehalten.
Die unfreiwillige Schwimmeinlage von Leos fand zwar keinen Nachahmer, aber verwunderlich war es dennoch nicht. Auf einem gut 1 km Kurs fuhren wir 7(!) Runden bei lebendigem Westwind. Dabei waren die Wellen vom Wind harmloser, als die von den anderen Booten.

Und nun zu den Ulmern. Wir alle durften zufrieden sein. Für Überraschungsmomente konnten wir zwar nicht sorgen, aber jeder hat seine Stärke gut ausgespielt.
Kerstin hatte die drittschnellste Paddelzeit. Am Ende war sie sechste, bei den Masters40 dritte.
David war auf dem Fahrrad bärenstark, nach zwei Disziplinen lag er sogar auf dem dritten Platz! Beim Paddeln wurde ihm einmal mehr deutlich, dass Quadrathlon kein Triathlon ist. In der Gesamtwertung reichte es für Platz 15, bei den Eliten Platz 6. Insgesamt war sein erstes Quad-Jahr sehr erfolgreich, im Kajak müssen wir im Winter viel üben.
Als acht schnellster im Ziel durfte ich mich erneut über einen Vizeweltmeistertitel bei den jüngsten Oldies freuen. Nach einem etwas zurückhaltender Paddel-Zeit reichte die „nur“ dritt schnellste Laufzeit für diese Platzierung.

Ein langes Wochenende am Ratscher Bergsee, der als absoluter Quad-Eldorado gilt, kann trotz großen Anstrengungen sehr erholsam sein. Spanier, Engländer, Norweger, Neuseeländer, Tschechen und die Deutschen aus allen Ecken der Bundesrepublik (und ein Ungar dazwischen) verliehen dem Stausee wieder diese einmalige Atmosphäre, die wir seit Jahren kennen. Das müsste tatsächlich jeder einmal schon probiert haben…
Das war`s für dieses Jahr. Ein bewegtes, und recht erfolgreiches.

László