Quadrathlon: Deutsche Meisterschaft auf Mitteldistanz in Kassel – oder wir lassen es uns so richtig gut gehen!

Die erste Saisonhälfte verging bei mir nach dem Motto Wettkämpfe in zwei Wochen Takt. Abschluss dieser Serie war die deutsche Meisterschaft in Kassel, die eine Woche nach der Sprint-Meisterschaft ausgetragen wurde, wo sich David hinter Stefan den Vizemeister Titel gesichert hat.

Nach einer kleinen Verletzung, aber weiterhin in gutem Form wollte er wissen, ob er seine Leistung von Tyn auf der längeren Distanz wiederholen kann.
Es stand ein Kräftemessen mit den besten Quadrathleten Deutschlands, verletzungsbedingt fehlten immerhin zwei Favoriten.

Bis wir in Kassel angekommen sind, waren sogar die Gallier geschlagen. Gutes Zeichen für das Wochenende, und hat die gute Stimmung im Lager der Sportler begründet.
Die Fulda war trotz lebhaftem Wind zahm und gleichzeitig kalt. Der Tag verging im Zeichen der Vorbereitung, Materialtest und Erholung. Dank Kajak Nord konnten wir neuestes Material (Paddel, Surf Skis, Rennboote) testen. Die Testkilometer hielten sich verständlicherweise stark in Grenzen, Spaß gemacht hat’s trotzdem.

Ungewöhnlich spät war unser Start geplant. Die Idee dahinter war bestimmt, dass die Schnellen bei Sonnenuntergang ins Ziel kommen. Die nicht so Schnellen eben danach…
Mein „Lieblingsdisziplin“ habe ich erwartungsgemäß absolviert, mit höflichem Abstand zu den Führenden. Dann durften wir endlich mit Radfahren statt Paddeln fortsetzen. Die Reihenfolge ist mir persönlich irgendwie lieber. Die Radrunde war nicht einfach: für die Norddeutschen richtig bergig, für uns wie die schwäbische Alb.
David mit super Radleistung immer weiter vorne, bei mir Anschluss zu Verfolgungsgruppe. Das Wetter hat gut mitgespielt, die Straßen waren nach dem Regen am Nachmittag trocken. Das Klettern kann zwar auch Spaß machen, aber so konnten wir die schnellen Abfahrten in vollen Zügen genießen.
Das Paddeln hat das Feld neu gemischt. David fiel trotz Leih-Surf Ski etwas zurück, während die stärksten Paddler aus Preetz, Kassel und Bergheim auf Vormarsch waren. Vorteil der 2 km Runde war, dass man die gesamte Konkurrenz vor Augen gehabt hat. Man konnte also noch vom Boot aus spekulieren, ob der Vorsprung reicht.
Der 10 km Laufstrecke am Ende ging an der Fulda entlang. Über 3 Bücken kamen wir zu Uferpromenade bzw. Zielbereich zurück. Stefan blieb trotz bescheidener Laufzeit wieder ungeschlagen. Ich glaube er kann es sich am Ende einfach leisten – wer kann, der kann. Die ersten 5-6 Finisher waren immerhin ziemlich dicht an einander.
Glücklich im Ziel haben wir die Athleten, die noch unterwegs waren angefeuert, unsere „Laola-Welle“ hat sogar die neutrale zum Mitmachen animiert.

Den Wettkampf schnell hinter sich zu haben hat zwei positive Nachwirkungen gehabt: Einerseits war das Dusch-Wasser noch warm, anderseits war der Grieche noch offen. Die große Gesellschaft, das gute Essen und die gute Laune war der verdiente Abschluss eines tollen Tages.
Und die, die wirklich müde waren, konnten auch gut schlafen 😉 Die anderen waren am nächsten Morgen wirklich müde?

László

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