Vier-Seen-Schwimmen in Senden

Jawohl, auch Paddler können schwimmen! Als Quadrathlet muss man sogar unweigerlich ins kühle Nass, also sollte man sich zeitig an diese „ungeliebte“ Disziplin gewöhnen. Da bietet sich das „Vier-Seen-Schwimmen“ in Senden als willkommener Testwettkampf für das Quadrathlonteam Ulm an. Im Bereich des Sendener Hallenfreibades findet dieser Schwimmwettkampf nun schon zum zehnten Mal statt, und da es auch eine Teamwertung gibt, haben wir uns einfach mal als solches angemeldet: Kerstin, Axel, David, Ferdi, Gustav und Jürgen trauen sich mit knapp 200 weiteren Schwimmern auf die 1,7 km lange Schwimmstrecke.

Der Wettkampf führt über insgesamt 4 Sendener Seen, jeweils verbunden durch kurze Laufpassagen. Ein wunderbares Training für den Massenstart und die Laufstrecke zur Wechselzone! Und natürlich ist auch das Freiwasserschwimmen an sich immer wieder eine Herausforderung. Keine Linie auf dem Beckengrund zeigt die kürzeste Strecke, kein Beckenrand ermöglicht regelmäßiges kräftiges Abstoßen, keine Leine sorgt für geregelten Schwimmverkehr. Statt dessen: Wilder Nahkampf beim Start, etliche Schlangenlinien dank Orientierungslosigkeit beim Kraulen, und 500 Meter am Stück ziehen sich ganz schön hin im wilden Getümmel. Auch die Laufstrecken sind nicht ohne, direkt nach dem Schwimmen funktioniert das Gleichgewichtsgefühl irgendwie nicht so recht. Zum Glück stehen Helfer an den Ausstiegen bereit – trotzdem gibt es so manchen unfreiwilligen Ausrutscher.

Irgendwann lichtet sich das Feld und man findet seinen Schwimmrhythmus, muss allerdings immer wieder aufpassen, nicht zu sehr von der Schwimmstrecke abzuweichen, die nur durch gelegentliche Bojen gekennzeichnet ist. Immer dem Vordermann hinterher ist nicht wirklich hilfreich, wenn der nicht geradeaus schwimmen kann! Auch gibt es immer wieder unfreiwilligen Körperkontakt oder sogar eine Ladung Wasser beim Atmen ins Gesicht. Da heißt es: Ruhig bleiben, nicht aus dem Konzept bringen lassen. So nach und nach gelingt das immer besser, und schließlich erreichen wir alle sehr begeistert das Ziel und sind um etliche Erfahrungen reicher. Zum Beispiel: „Ab durch die Mitte“ führt nicht immer schnell zum Ziel …

Bericht: Kerstin Rümke
Fotos: Renate Stanzick

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